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eine Erfolgsgeschichte aus dem Stadtbezirk Lichtenberg

 

Salate, Kräuter, Tomaten, Gurken, Südfrüchte und afrikanische Welse können Sie in Lichtenberg finden - nicht im Supermarkt, sondern aus eigener Produktion und Haltung in Europas größter Stadtfarm im Landschaftspark Herzberge.

 

 

Die Vision der TopFarmers GmbH, die seit 2017 Europas größte gläserne Stadtfarm betreibt lautet:
„Urban Food für alle!“

 

TopFarmers plant, baut und betreibt seit 2011 AquaTerraPonik-Anlagen, in denen Fisch, Gemüse und Tropenfrüchte im städtischen Raum produziert werden. Auf kleinsten Flächen entstehen so gesunde, frische Lebensmittel für urbane Verbraucher.

Das gesamte ehemalige Areal rund um das Evangelische Krankenhaus Königin Elisabeth Herzberge (KEH) ist seit 2010 als Landschaftspark Herzberge bekannt.

Bis zum Jahr 2007 bestand das Gebiet noch aus einer Mischung von Brach-, Wirtschafts-, Wohn- und Grünflächen ohne gemeinsame Entwicklung mit vielfältigen Problemlagen.

Die Agrarbörse Deutschland Ost e.V. initiierte ab 2004 zusammen mit dem Bezirksamt Lichtenberg eine Reihe geförderter Projekte zur behutsamen, naturnahen Entwicklung des Gebiets zu einem Modellvorhaben urbaner Landwirtschaft in Berlin.

In verschiedenen Etappen wurden im Laufe der Jahre die unterschiedlichen Areale zusammengeführt und zu landwirtschaftlich genutzten Flächen, vernetzten Biotopen, Wegesystemen und Erholungsflächen umgestalt


Nun werden dort jährlich 50 Tonnen Afrikanischer Wels und 30 Tonnen Salat, Kräuter, Tomaten und Gurken aber auch Exotisches wie Bananen, Ceylonspinat oder Maracuja erzeugt.

Das AquaTerraPonik-Konzept der TopFarmers GmbH ermöglicht genau dies. Dabei handelt es sich um eine eigene Entwicklung des Unternehmens und eine evolutionäre Weiterentwicklung der Aquaponik.



In dem geschlossenen Fisch-Pflanzenkreislauf wird das Wasser aus der Aquakultur stofflich durch die Nutzpflanzen verwertet.

Die Ausscheidungen der Fische werden von Bakterien in Dünger umgewandelt.

Das Wasser fließt dann durch Becken mit Erde, in denen sich auch Regenwürmer tummeln.

Die Pflanzen nehmen die Nährstoffe auf und reinigen dadurch das Wasser, das dann wieder zu den Fischen gelangt.

In diesem System kommen weder Hormone noch Antibiotika zum Einsatz, genauso wenig wie Pestizide oder Herbizide.

Durch die nachhaltige und ressourcenschonende Methode sparen die TopFarmers
80% des Wassers,
80% der Fläche und
85% des CO2-Ausstoßes konventioneller Erzeugnisse.

 

So überrascht es nicht, dass auch die Presselandschaft bereits vielfältig über das junge Unternehmen berichtet hat.

Unter dem Motto
Radikal Regional“ widmete sich auch die Fernsehsendung „zibb“ dem AquaTerraPonik-Konzept der TopFarmers.



Vom 13. April bis 15. Oktober 2017 war die TopFarmers GmbH auch auf der IGA mit einem großen Stand präsent.

Dort zeigten sie eine kleine Version ihres Produktionssystems, inklusive aller möglichen Südfrüchte wie Maracuja, Süßkartoffel oder Taro.


Nicht alle Zutaten für die Produktpalette der TopFarmers können in der Stadtfarm selbst angebaut werden. Daher sind Kooperationspartner unabdingbar.

Kooperationen bestehen allerdings nicht nur zu anderen Unternehmen, sondern auch zur Friedrichshainer August-Sander-Schule. SchülerInnen der Berufs- und Berufsfachschule bekommen durch die TopFarmers GmbH Einblicke in das Unternehmen und in eine ökologisch nachhaltige Produktionsweise.



Zukünftig sollen weitere Produktionsanlagen in Betrieb genommen werden, um die wachsende Nachfrage zu bedienen. Denn das Ziel der TopFarmers ist es nicht größere Anlagen zu bauen, sondern viele kleinere dezentrale Produktionsstätten zu schaffen, um auch die Wege von der Produktionsstätte bis zum Kunden/zur Kundin kurz zu halten.
Dabei ist die TopFarmers GmbH kein Technologielieferant, sondern expandiert selbst an ausgewählten Standorten, auch in Kooperation mit Partnern.

Besucher können sich die Stadtfarm von montags bis freitags zwischen 9 und 16 Uhr anschauen.
Dann ist das Besucherzentrum geöffnet, aber auch der Hofladen, in dem man die frischen Produkte gleich erwerben kann.

Bequem geht dies aber auch über den Lieferservice.

Onlinebestellungen sind unter www.stadtfarm.de möglich - in den Bezirken Lichtenberg und Friedrichshain.
(PLZ 10365, 10315, 10318, 10245).

Jeden dritten Samstag im Monat öffnet die Stadtfarm ihre Tore und lädt ein, eigene aber auch Produkte lokaler Partner zu probieren und zu kaufen. Nächster verkaufsoffener Samstag ist der 17. Februar 2018 von 11 bis 17 Uhr.

Führungen finden alle 14 Tage samstags statt.
Genaue Termine - über die Webseite und über facebook

TopFarmers sucht derzeit noch einen Vertriebler mit Erfahrungen im Lebensmitteleinzelhandel sowie ab März 2018 Verstärkung in ihrem Küchenteam. Bewerbungen können gerne an jobs(at)topfarmers.de geschickt werden.
Studenten entsprechender Fachrichtungen können sich für ein Praktikum von 3 Monaten ebenfalls gerne bewerben.

Mehr zum Unternehmen auf:

www.topfarmers.de
Treskowallee 123,
10318 Berlin
info(at)topfarmers.de

Besuch der Stadtfarm:
(werktags, 9-16- Uhr)

www.stadtfarm.de
Allee der Kosmonauten 16,
10315 Berlin


Fotos: Julia Schmidt


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