eine Erfolgsgeschichte aus dem Stadtbezirk Lichtenberg

 

Woran denken Sie, wenn Sie das Wort "Pappe" hören?

Vermutlich denken Sie zuerst an Ihre alten Ausweispapiere, wie Ihren Führerschein. Oder an Ihren letzten Einsatz als Umzugshelfer, bei dem Sie stundenlang und in strömendem Regen hunderte Kartons bis in den fünften Stock - natürlich Altbau und ohne Fahrstuhl - zu Ihrem Freund/Ihrer Freundin hochtragen durften. Oder vielleicht sogar an Ihren Trabbi, auf den Sie so lange haben warten müssen.

Gerald Dissen, Lionel Palm und Christian Hilse
zeigen in ihrem jungen Unternehmen in der Coppistraße, dass Pappe viel mehr ist und vor allem viel mehr kann.

"Room in a Box heißt ihr Unternehmen - und der Name ist Programm.
Die Produkte sollen unser Leben leichter machen, ohne auf Komfort und gutes Design verzichten zu müssen. Langfristiges Ziel ist es, möglichst die gesamte Einrichtung eines Zimmers (Bett, Tisch, Stuhl und Schrank) ohne viel (Zeit-) Aufwand auf Postpaketgröße zusammenfalten zu können, zu versenden und am neuen Wohnort ebenso leicht auspacken und entfalten zu können, um sich sofort wie zu Hause zu fühlen.

Das Material Wellpappe ist für diese Vision des "Room in a Box"-Teams ideal, da es leicht und formbar und dennoch unglaublich stabil ist.

Von der Stabilität konnte sich auch Sigmar Gabriel - zur Freude von Stefan Raab - bereits überzeugen.
Zur Sendung

Ausschnitt zu sehen ab Minute 3:36

Nach der Unternehmensgründung 2013 half zunächst ein 18-monatiges Gründerstipendium dabei, die Konstruktion für das erste Produkt zu entwickeln, zu testen und auch Lieferanten zu gewinnen.

Mithilfe einer Crowdfunding-Kampagne konnten die Drei auch gleich für ihre Idee werben und die ersten Bestellungen generieren, um die erste Kleinserie produzieren zu können.

 

2014 wurde es dann ernst. Das Gründerstipendium war ausgeschöpft. Neue Räumlichkeiten konnten in der Coppistraße gefunden und bezogen werden. Es begann ein neuer Unternehmensabschnitt für die Vision eines "Room in a Box".

Ziel war es nun, die erste Version des Pappbetts auf den Markt zu bringen.

Mit der Auszeichnung zum "Kultur- und Kreativpiloten" durch die Bundesregierung war schnell klar, dass sich die viele Arbeit und der unerschütterliche Glaube an ihre Idee auszahlen und ihr Weg zum Erfolg führen würde.

2015 stieg die mediale Aufmerksamkeit weiter. Mehrere Preisnominierungen und Auszeichnungen bestärkten das Team in ihrem Konzept. Um ihren eigenen Ansprüchen gerecht zu werden, nutzten sie das Jahr, um Verbesserungen und Kundenwünsche in ihr Pappbett zu integrieren. Im August 2015 war es dann soweit und das Bett 2.0 konnte in den Verkauf gehen.

Inzwischen besteht die Produktpalette aus dem Bett 2.0, dem sogenannten Monkey Desk für ein ergonomisches Arbeiten am Schreibtisch sowie einem Whiteboard für die perfekte Teamarbeit.

Die große Freude über den Monkey Desk bei "Avira" im vergangenen Jahr beweist zugleich die Vielfalt der Käuferstruktur, die nicht bei jungen StudentInnen auf Bettensuche endet

Für Vorfreude auf neue und kreative Produktideen aus dem Hause "Room in a Box" ist bereits gesorgt. Das neue Jahr hat in der Coppistraße mit der Anschaffung eines 3D-Druckers begonnen.

Wir sind gespannt!

Mehr zum Unternehmen auf:

www.roominabox.de
Coppistraße 17
10365 Berlin
hello(at)roominabox.de


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