eine Erfolgsgeschichte aus dem Stadtbezirk Lichtenberg

Neben einer unermesslichen Vielfalt von Unternehmen ist Lichtenberg auch ein Ort des Spitzensports. Seit 1992 ist das Sportforum Hohenschönhausen Sitz des Olympiastützpunktes Berlin (OSP Berlin) und ist damit Trainings- und Ausbildungsstätte des olympischen Kaders.



Die Geschichte des OSP beginnt jedoch bereits 1986. Auf der Grundlage einer Gesamtstrategie des Deutschen Sportbundes wurden, beginnend im Zeitraum 1986/87, insgesamt zehn (heute sind es bereits 19) Olympiastützpunkte in der gesamten Bundesrepublik Deutschland gegründet.

Dabei stand nicht von vornherein fest, dass auch in Berlin (zu dem Zeitpunkt noch allein West-Berlin) einer dieser Stützpunkte entstehen sollte. Es ist nicht zuletzt der Arbeit des damaligen Präsidenten des Landessportbundes Berlin, Manfred von Richthofen, zu verdanken, dass Berlin zur olympischen Ausbildungsstätte werden konnte. Die formelle Eröffnung des Berliner OSP fand bereits am 8. September 1986 statt. Im Sommer 1987 konnte dann auch offiziell die Arbeit aufgenommen werden.


In Berlin sollten die Sportarten Leichtathletik, Schwimmen, Radsport, Boxen, Judo, Rudern, Eisschnelllauf und Moderner Fünfkampf gefördert und professionell betreut werden.



Zum ersten Leiter des OSP wurde Armin Baumert ernannt. Nur wenige Jahre nach seinem Amtsantritt musste er bereits die Herausforderung meistern, die Athleten aus Ost und West zusammenzubringen und gemeinsam zu fördern.

1987 gehörten zu den Haupttrainingsstätten der SportlerInnen u.a. die Anlagen am und im Olympiastadion, die Leistungszentren in Tegel und am Hohenzollernkanal sowie das Erika-Hess- Eisstadion und weitere Hallen und Sportplätze. Für die kommenden Jahre waren bereits umfangreiche Umbau- und Erweiterungsmaßnahmen am Olympiastadion geplant, die mit dem Fall der Mauer jedoch obsolet wurden.

Seit 1992 ist das frühere Gebäude für Sportmedizin des SV Dynamo im Hohenschönhausener Sportforum Sitz des OSP. Im Sportforum trainiert bis heute ein Großteil der Berliner Athleten, die unter anderem auch bei dem ISTAF am 27. August ihr Können unter Beweis gestellt haben.

Das Sportforum selbst kann auf eine bis in die 1950er Jahre zurückreichende Historie zurückblicken. Nachdem die DDR-Regierung 1951 beschloss, vier große „Sportjugendbauten“ zu errichten, folgte 1953 eine Wettbewerbsausschreibung für das Sportforum in Hohenschönhausen. Preisträger des Wettbewerbs wurde das Projektierungskollektiv unter der Leitung von Walter Schmidt. Der Komplex aus mehreren Wettkampf- und Trainingsanlagen wurde ab 1954 in einzelnen Abschnitten errichtet und entsprechend den Anforderungen erweitert. Bis zur Wiedervereinigung beider deutscher Staaten galt das Sportforum als eine Kaderschmiede des DDR-Leistungssports und als eine Heimstatt der Sportvereinigung Dynamo.

  Berlin-Die Stadt der Stadien, aus: Neues Deutschland vom 31.05.1951, S. 8.

 

Vis-à-vis dem Sportforum befindet sich das Schul- und Leistungsportzentrum Berlin (SLZB).
Es ist eine der größten der 43 deutschen Eliteschulen des Sports. Das SLZB besuchen rd. 1200 Leistungssportler, die in 17 Sportarten zu Hause sind.

Auch im internationalen Vergleich gibt es keine andere Schule mit so vielen olympische Medaillen bzw. Teilnahmen an Olympischen Spielen, Welt- und Europameistertiteln sowie Schul-Weltmeisterschaften.
Stellvertretend seien hier Franziska van Almsick, Britta Steffen, Robert und Christoph Harting, Robert Bartko, Sven Felski genannt.

Dem SLZB angeschlossen sind zwei Schulinternate und das Wohnheim.
 

Heute ist der OSP Berlin, unter der Leitung von Dr. Harry Bähr, einer der Nutzer des 45 ha großen Areals.

Aber auch rund 20 Vereine haben hier ihre Heimat. Täglich nutzen mehr als 3000 SportlerInnen die Anlage. Diese ist zudem Austragungsort für zahlreiche regionale, nationale und internationale Wettkämpfe.

Gegenwärtig bietet der OSP allen rund 500 Bundeskaderathleten (davon sind ungefähr 125 Lichtenberger und ca. 70 von ihnen im Haus der Athleten untergebracht) in der Bundeshauptstadt ein ganzheitliches sportmedizinisches, physiotherapeutisches, trainingswissenschaftliches, sportpsychologisches und soziales Betreuungsangebot. Etwa 100 hauptamtliche Trainer, davon sind ca. 25 direkt beim OSP angestellt, begleiten die Athleten auf höchstem Niveau im täglichen Training. 37 fest angestellte OSP-Mitarbeiter und mehr als 10 Honorarkräfte sorgen dafür, dass Athleten und Trainer in der Region optimale Bedingungen für die leistungssportliche Entwicklung vorfinden. Dabei unterstützt der OSP auch die Ausbildung seiner Sportler und Sportlerinnen.

Bereits Box-Weltmeister Sven Ottke profitierte von dieser breiten Unterstützung und bekam auf diese Weise eine Lehrstelle zum Industriekaufmann in der Mercedes-Benz-Niederlassung am Salzufer.
In Zusammenarbeit mit der bbw-Akademie existiert seit nunmehr 16 Jahren zudem das Projekt „Berufsausbildung für Leistungssportler“, das inzwischen zum festen Bestandteil der dualen Karriereplanung der SportlerInnen gehört.

Eine weitere Kooperation besteht mit der Hochschule für Gesundheit & Sport, Technik & Kunst, dem der ehemalige OSP-Leiter, Prof. Dr. Jochen Zinner, als Professor für Leistungsdiagnostik und Leistungssport angehört.

Wir wünschen allen Sportlerinnen und Sportlern sowie dem gesamten Team des OSP hierfür viel Erfolg und gutes Gelingen!

 
 

Mehr zum Unternehmen auf:

www.osp-berlin.de
Fritz-Lesch-Straße 29
13053 Berlin
kontakt@osp-berlin.de


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