eine Erfolgsgeschichte aus dem Stadtbezirk Lichtenberg

 

Wissen Sie, wohin Sie gehen können, wenn Sie etwas über Ihren Firmenstandort, die Geschichte Ihres Unternehmens oder die Entwicklung Ihres Wohnviertels in Lichtenberg erfahren wollen?

Das Museum Lichtenberg bewahrt Dokumente und Objekte der Lokalgeschichte und kann damit das alltägliche Leben in der Region in vergangenen Zeiten lebendig darstellen. Sorgfältig werden die vielen „kleinen Bezirksgeschichten“ aufgearbeitet und den Besuchern zugänglich gemacht. Das Museum verfügt über mehr als 1.000 Objekte und 120 Meter Aktenbestand, sodass es sich mit Fug und Recht als das „Gedächtnis“ von Lichtenberg bezeichnen kann.





So ist neben dem Notizbuch von Oskar Ziethen, dem ersten Bürgermeister der Stadt Lichtenberg vor der Gründung Groß-Berlins, beispielsweise auch ...





... die 1908 von Willy Abel erfundene und in der heutigen Josef-Orlopp-Straße gefertigte Brotschneidemaschine im Besitz des Museumsdepots.

 

Das Museum selbst kann ebenfalls auf eine bewegte Geschichte zurückblicken und ist auf diese Weise selbst Teil der Entwicklung des Bezirks. Zwar ging ein 1932 eingerichtetes Heimatarchiv 1944 in Flammen auf, jedoch wurde in den 1950er Jahren bereits der erneute Versuch einer ersten, noch nicht beständig weiter geführten Chronik unternommen.
Mit dem 750. Stadtjubiläum Berlins wuchs auch in Lichtenberg das Bedürfnis nach Geschichtsbewusstsein. Es entstand eine Ortschronik, aus der das Heimatgeschichtliche Kabinett hervorging. Dessen Sammlung bildete 1990 die Grundlage für das Museum Lichtenberg.




Die Räume des Museums im Stadthaus befinden sich in ursprünglich vier Gebäuden aus unterschiedlichen Bauzeiten. Am bedeutendsten war das reich geschmückte Rathaus Rummelsburg, ein 1901 eröffneter repräsentativer Bau für die damals 19.000 Einwohner der Gemeinde Boxhagen-Rummelsburg.

Durch das mit Ornamenten reich geschmückte und mit einem großen Ratssaal versehene Gebäude führte die Stadthausstraße samt Straßenbahnlinie hindurch. Im Januar 1945 fiel das Rathaus dem Krieg zum Opfer.

Nach 1949 residierte in den erhaltenen und wieder nutzbar gemachten Räumen das Referat der Jugendhilfe des Rates des Stadtbezirks Lichtenberg und kurzzeitig bis 1995 der Bereich Bildung des Lichtenberger Bezirksamtes .

Seit dem 18. August 2006 hat das Museum seinen Sitz im sanierten Stadthaus am Tuchollaplatz. In ihm wurden die Sammlungen der fusionierten Bezirke Lichtenberg und Hohenschönhausen zusammengeführt.

Ein Museum, das sich über Jahrzehnte mit nur wenig Personal und dem dazu nötigen Geld zufriedengeben muss, ist von Beginn an auf Unterstützung angewiesen. Schon 1978, kurz nach Entstehung der Ortschronik, stehen Ehrenamtliche der Gründerin Christine Steer bei der Hebung von

Wissens- und materiellen Schätzen der Geschichte zur Seite. Zu diesen Schätzen gehören unter anderem auch historische Firmenpostkarten, wie die abgebildete Postkarte für Tierfutter.

Über viele Jahre bleiben 10-15 stetige Begleiter und Unterstützer an ihrer Seite. 1993 fassen 12 von ihnen einen wichtigen Beschluss und gründen am 25.11.1993 den Förderkreis Museum Lichtenberg e.V. Ein Museum braucht einen Förderkreis, der stetige Impulse gibt und neue Mitstreiter willkommen heißt.

Die Arbeit des Förderkreises ermöglicht Publikationen und verstärkt die öffentliche Präsenz des Museums auf Stadtteilfesten und andernorts und prägt auf diese Weise das „Bild“ von Lichtenberg.

Auch in Zukunft wird das Museum Lichtenberg sammeln, bewahren, ausstellen und vermitteln. Darüber hinaus bemühen sich Mitarbeiter und Förderkreismitglieder um eine viel stärkere Einbindung von Lichtenberger Einwohnern.
Im Februar 2016 startete das Museum eine neue monatliche öffentliche Vortragsreihe unter dem Titel „Konzept Zukunft-Museum Lichtenberg“. In ihr wurde ein Blick hinter die Kulissen des Museumsalltags geworfen und in Hinsicht auf eine modernisierte Dauerausstellung nach den Bedingungen zeitgenössischer Museumsarbeit gefragt.

Geplant ist zudem die Einrichtung eines kleinen Schaudepots im Keller des Museums, das mit Führungen besucht werden kann.

Zahlreiche Ausstellungen und Veranstaltungen bezeugen den Erfolg des Museums und das große Interesse an der geschichtlichen Entwicklung des Bezirks. Wir freuen uns auf weitere Bezirksgeschichten und Impulse, die auch über die Bezirksgrenzen hinweg die Sicht auf Lichtenberg prägen.

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