eine Erfolgsgeschichte aus dem Stadtbezirk Lichtenberg

Foto: Heinrich Dathe
Museum Berlin-Lichtenberg

„Ich wollte Forscher werden oder Reisender. Am liebsten reisender Forscher...“ sagte einstmals Prof. Heinrich Dathe, Gründungsvater der „Zoologischen Forschungsstelle“, dem Ursprung des Leibniz-Institut für Zoo- und Wildtierforschung (Leibniz-IZW). Nach über 60 Jahren verbindet das heutige Leibniz-IZW in diesem Sinne modernste Grundlagenforschung mit Abenteuerlust und der Neugier an den evolutionären Grundlagen des Lebens.

Bereits 1958, nur wenige Jahre nach der offiziellen Eröffnung des Tierparks, gründete der Tierparkdirektor Prof. Dr. sc. nat. Dr. med. vet h.c. Heinrich Dathe eine zoologische Forschungsstelle, aus der dann im Rahmen der Akademiereform von 1973 die Forschungsstelle für Wirbeltierforschung (FWF) hervorging.

Die Forschung der FWF konzentrierte sich auf Fragen des Gesundheitszustands und der Biologie von Wirbeltieren, der Entwicklungsbiologie und Parasitologie von Nutztieren sowie der pathologischen Untersuchung von Wildtieren aus dem Tierpark Berlin und anderen Zoos Osteuropas.
Aus dieser Forschungsstelle ging dann 1991 das heutige Leibniz-Institut für Zoo- und Wildtierforschung hervor.

Heute ist das Leibniz-IZW eine Forschungseinrichtung mit internationaler Reputation und kooperiert erfolgreich mit Einrichtungen in ganz Deutschland sowie auf dem gesamten Globus. Besonders intensiv und ertragreich sind die Beziehungen zu Universitäten in Berlin und Potsdam. Bisher lässt sich nicht vorhersagen, wie Flora und Fauna auf die ständig wachsenden menschgemachten globalen Veränderungen reagieren. Warum sind manche Wildtierarten durch die Eingriffe des Menschen bedroht, während sich andere erfolgreich an veränderte Lebensräume und Lebensumstände anpassen können? Die Forscherinnen und Forscher des Leibniz-IZW wollen die Anpassungsfähigkeit von Wildtieren im Kontext des globalen Wandels verstehen, um bei bedrohten Arten hilfreich eingreifen zu können.

Foto: Leibnitz-IZW; Steven Seet

Forschung für den Artenschutz

Eine Spezialität des Leibniz-IZW sind Langzeitprojekte im Freiland. Nur dann kann man ökologische Mechanismen wirklich verstehen. So untersuchet das Leibniz-IZW seit 20 Jahren freilebende Tüpfelhyänen im der Serengeti und im Ngorongoro-Krater in Tansania und Geparde auf namibischen Farmland.

 

Eizellgewinnung beim Nashorn, Autor: Leibniz-IZW

Aktuell brennende Themen des Leibniz-IZW sind z.B. die Erforschung von Techniken zur Rettung des Nördlichen Breitmaulnashorns oder die reproduktionsmedizinische Begleitung des Pandanachwuchses im Berliner Zoo.
Doch nicht nur Nashörner, Hyänen und andere in weit entfernten Ländern lebende Tiere werden im Leibniz-IZW erforscht, sondern auch Wildtiere in Deutschland und in Berlin. Die Rückkehr des Wolfes oder Fledermäuse, die zu Tausenden an Windkraftanalgen zu Tode kommen sind Themen, bei denen enge Kooperationen und Wissensaustausch notwendig sind, um praktikable Lösungen zum Wohle aller Beteiligten zu finden.

Die Forschung des IZW: aus dem Feld ins Labor, von den kleinsten Strukturen zum großen Ganzen, Autor: Leibniz-IZW/Gudrun Wibbelt/Ralf Günther

Wenn auch sie mehr über Berliner Wildtiere wissen oder sogar mitforschen wollen, informieren sie sich auf:
www.stadtwildtiere.de

Waschbär an der Alfred-Kowalke-Strasse in Lichtenberg, Autor: Kathleen Röllig





Das Fachgebiet der Epigenetik stellt in der Wissenschaft im heutigen Zeitaltalter eine Art Revolution dar. Epigenetik ist ein Mechanismus, über den die Umwelt mit den Genen interagiert, diese an- oder abschaltet. Zusammen mit dem Jaja-Verlag hat das IZW wissenschaftliche Ergebnisse in Form eines Wissenschaftscomics „übersetzt“. Dieser ist inzwischen in fünf Sprachen verfügbar.


Der Supertrick - das erste Kinderbuch des IZW




Bono, Gitti und Otto leben unter der heißen Sonne Afrikas. Eines Morgens kommt ein Unbekannter in die Wüste. Die drei folgen ihm und erleben dabei mancherlei Abenteuer... Eine spannende Geschichte, die einiges über Oryxantilopen, das Leben in der Wüste und die Wissenschaft erklärt.


Das Leibniz-IZW präsentiert sich jedes Jahr im Juni beim Tag der offenen Tür im Rahmen des „Langen Tages der Stadtnatur“. Besucher sind hier immer herzlich willkommen.

Das Stellenportfolio des Leibniz-IZW als Arbeitgeber im Bezirk bietet neben Angeboten für wissenschaftliches und technisches Personal auch Ausbildungsplätze für Biologielaboranten, Zootierpfleger und Kauffrauen/-männer für Büromanagement.

 

Mehr zum Unternehmen auf:


Zur Übersicht aller Erfolgsgeschichten

Bezirk Lichtenberg
Wirtschaftsförderung