eine Erfolgsgeschichte aus dem Stadtbezirk Lichtenberg


Haben Sie sich schon mal gefragt, wie viel Wildnis in Berlin-Lichtenberg steckt?
Die meisten von Ihnen werden jetzt wahrscheinlich bestenfalls an den Tierpark Berlin denken.
Doch es gibt eine Institution im Bezirk, die sich insbesondere der Forschung für den Artenschutz verschrieben hat und die vielfältigen Lebensläufe und Anpassungen untersucht, die Wildtiere im Laufe der Evolution hervorgebracht haben:

Foto: Leibnitz-IZW; Steven Seet

Das Leibniz Institut für Zoo- und Wildtierforschung (IZW)


Bereits 1958, nur wenige Jahre nach der offiziellen Eröffnung des Tierparks, gründete der Tierparkdirektor Prof. Dr. sc. nat. Dr. med. vet h.c. Heinrich Dathe eine zoologische Forschungsstelle, aus der dann im Rahmen der Akademiereform von 1973 die Forschungsstelle für Wirbeltierforschung (FWF) hervorging.

Die Forschung der FWF konzentrierte sich auf Fragen des Gesundheitszustands und der Biologie von Wirbeltieren, der Entwicklungsbiologie und Parasitologie von Nutztieren sowie der pathologischen Untersuchung von Wildtieren aus dem Tierpark Berlin und anderen Zoos Osteuropas.

Aus dieser Forschungsstelle ging dann 1991 das heutige Leibniz-Institut für Zoo- und Wildtierforschung hervor.

Foto: Heinrich Dathe
Museum Berlin-Lichtenberg

Der Senat der Leibnitz-Gemeinschaft begrüßte in seiner Stellungnahme 2014 die sehr gute Entwicklung des IZW. Gesamtkonzept und die wissenschaftlichen Ziele des IZWs sind überzeugend. Besonders wird die Mission unterstützt, die Belastbarkeit und Anpassungsfähigkeit von Wildtierpopulationen im globalen Wandel zu untersuchen und wissenschaftliche Grundlagen sowie neue Konzepte für den Artenschutz zu entwickeln.

Das Institut kooperiert erfolgreich mit Einrichtungen in ganz Deutschland sowie auf dem gesamten Globus.
Besonders intensiv und ertragreich sind die Beziehungen zu Universitäten in Berlin und Potsdam.

Foto: Feldhase, Wikimedia
Commons, Kim Hansen
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Nicht nur Nashörner, Hyänen und andere in weit entfernten Ländern lebende Tiere werden im Leibniz-IZW erforscht, sondern auch der Lichtenberger Feldhase. Das Bezirksamt Berlin- Lichtenberg untersucht derzeit in Zusammenarbeit mit dem Institut die Feldhasenpopulation im Bezirk.

Werden auch Sie Feldhasenmelder und informieren Sie sich über das Projekt:
http://www.portal-beee.de/feldhasen-in-berlin-lichtenberg.html

 

Das Leibniz-IZW engagiert sich auch für eine verständliche Wissenschaft und präsentiert hierfür Forschungsthemen im Film-, Comic- sowie Kinderbuch-Format.


Leibnitz-IZW Hyänenprojekt im Ngorongoro-Krater

Seit 20 Jahren untersuchen Forscher des IZW freilebende Tüpfelhyänen im Ngorongoro-Krater in Tansania. Als zahlreichstes Großraubtier sind sie für das Funktionieren und Fortbestehen vieler Ökosysteme unabdingbar.

FILM

Epigenetik - Brücke zwischen Erbgut und Umwelt

Das Fachgebiet der Epigenetik stellt in der Wissenschaft im heutigen Zeitaltalter eine Art Revolution dar. Epigenetik ist ein Mechanismus, über den die Umwelt mit den Genen interagiert, diese an- oder abschaltet. Zusammen mit dem Jaja-Verlag hat das IZW wissenschaftliche Ergebnisse in Form eines Wissenschaftscomics „übersetzt“ um insbesondere einem jungen Publikum Wissen über Anpassungsmechanis- men und Evolution zu vermitteln..

COMIC

Der Supertrick - das erste Kinderbuch des IZW

Bono, Gitti und Otto leben unter der heißen Sonne Afrikas. Eines Morgens kommt ein Unbekannter in die Wüste. Die drei folgen ihm und erleben dabei mancherlei Abenteuer... Eine spannende Geschichte, die einiges über Oryxantilopen, das Leben in der Wüste und die Wissenschaft erklärt.

KINDERBUCH

Foto:Computertomographie am Leibniz-IZW; Ralf Günther

 

 

Um die spannenden Forschungsarbeiten des Leibnitz-IZW noch besser kennenzulernen, können alle Interessenten das Institut am Tag der Offenen Tür im Rahmen des
„Langen Tages der StadtNatur“ am 17.06.2017 besuchen.

Darüber hinaus beteiligt sich das Leibniz-IZW auch am 24.06.2017 an der Langen Nacht der Wissenschaften am
Standort Berlin-Adlershof im „Erwin-Schrödinger-Zentrum“.

 

Das Leibniz-IZW ist auch ein Arbeitgeber im Bezirk.
Dabei reicht das Stellenportfolio von studentischen Hilfskraftstellen bis hin zu Ausbildungsplätzen für Biologielaboranten, Zootierpfleger oder auch Kauffrauen/-männer für Büromanagement.

 

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