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eine Erfolgsgeschichte aus dem Stadtbezirk Lichtenberg
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Sie sind zurück!
Nach zweijährigem Wanderdasein auf verschiedenen Berliner Bühnen - u.a. im Prater an der Kastanienallee - ist Berlins Junges Staatstheater in seinen Stammkiez Lichtenberg zurückgekehrt.

Mit einer Doppelpremiere am 10.11.2017 und einem Familienfest am 12.11.2017 wurde der Wiedereinzug in das Lichtenberger Haus ausgiebig gefeiert.

Fotograf: Volker Metzler

An seinem Lichtenberger Standort kann das Theater auf eine überaus lange Tradition zurückblicken.

Sie begann am 30. Juni 1948 mit der Umwidmung der einstigen Knabenschule in einen Ort für kulturelle Zwecke. Gesetzliche Grundlage dieser Umwidmung war der Befehl 65 der Sowjetischen Militäradministration in Deutschland (SMAD).

 

Aufgrund dieses Befehls wurden die Räumlichkeiten für Instrumentalunterricht, Chorgesang, Volkstanz, Ballett, Schauspiel, Sprachen, Geschichte, Naturkunde, Fotografie, und Kunstgewerbe hergerichtet. Außerdem befanden sich im Gebäude eine Miniatursternwarte, Werkstätten für Holz, Metall und Elektrotechnik, Ateliers für Malerei, Bildhauerei und Keramik, sowie eine Bibliothek, ein Lesesaal, ein Kino und ein Theater.

 

Bundesarchiv
Foto: Junge, Peter Heinz

Als „Theater der Freundschaft" wurde es weit über die Grenzen Berlins hinaus bekannt. Die geplante Eröffnungsinszenierung von „Du bist der Richtige" in der Regie des ersten Intendanten Hans Rodenberg musste aufgrund von Problemen bei der Materialbeschaffung im „Theater des Hauses der Sowjetischen Kultur" (ab 1952 dann „Maxim-Gorki- Theater") gespielt werden. Erst mit der 90. Aufführung wurde am 16. November

1950 dann das „Theater der Freundschaft" eingeweiht.

Ilse Weintraut-Rodenberg übernimmt 1959 für fast 15 Jahre die Intendanz des ersten reinen Kinder- und Jugendtheaters unter den Berliner Bühnen. Unter den Intendanten Klaus Urban und Dr. Siegfried Wein inszenieren viele namhafte Regisseure wie Horst Hawemann, Wolfgang Engel, Mirjana Erceg, Carl-Herrmann Risse und Konrad Zschiedrich an der Bühne.

Bundesarchiv
Foto: Hochneder, Christa


1991 berief der Senat Manuel Schöbel an das Haus.
Der damals jüngste Intendant Deutschlands begann seine erste Spielzeit mit sieben Premieren in nur vier Tagen und die zweite mit einem neuen Namen für das Haus: „carrousel Theater an der Parkaue"

 

2004 riefen die Pläne des Berliner Senats, die Zuschüsse für das Kinder- und Jugendtheater des Landes Berlin um die Hälfte zu kürzen, heftige Gegenwehr hervor.
Nachdem MitarbeiterInnen, ZuschauerInnen, FreundInnen und FörderInnen des Hauses unter dem Stichwort „Ganze Menschen brauchen ganzes Theater" ihrem Unmut Luft gemacht hatten, nahm der Senat seine Pläne zurück.

Unter der neuen Leitung von Intendant Kay Wuschek, Oberspielleiter Sascha Bunge und der Leitenden Dramaturgin/ Theaterpädagogin Karola Marsch wurde der Standort PARKAUE zum Zentrum künstlerischer Vielfalt und trägt seit August 2005 den Namen THEATER AN DER PARKAUE.

Das Repertoire erforscht mittels jahrhundertalter Mythen, altbekannter Klassiker aus 2000 Jahren Literatur sowie frisch geschriebener und übersetzter Texte eine Vielfalt an relevanten Themen und sucht mit zeitgenössischen Ästhetiken stets neue Blickwinkel.

Fotograf: Christian Brachwitz

Im Jahr 2017 steht die PARKAUE neben der großen Bandbreite an Inszenierungen und Ästhetiken, für Kulturvermittlung und innovative Formate, ab der Spielzeit 2017/18 mit dem Schauspieldirektor Volker Metzler.

Nach zweijähriger Umbauphase konnte am 10.11.2017 das THEATER AN DER PARKAUE endlich wiedereröffnet und den BesucherInnen die renovierten Räumlichkeiten präsentiert werden.

 

Das Presse-Echo zeigt die Begeisterung:

„Eine würdige Eröffnungspremiere allemal.[...] Der Parkaue-Intendant Kay Wuschek, der seine aktuelle Spielzeit „Utopien Pioniere Zukunft“ überschrieben hat, beweist jedenfalls mal wieder, dass sein Haus sich was traut. Großes Theater, da hat der Kultursenator schon recht, kriegt man hier jedenfalls geboten.“ (Patrick Wildermann, Der Tagesspiegel, 11.11.2017)

 

Berlins junges Staatstheater versammelt 90 MitarbeiterInnen. Das Theater bietet eine Fülle an Jobs unterschiedlichster Art.

Neben den 17 Ensemblemitgliedern, die auf den drei Bühnen zu sehen sind, arbeiten hier Bühnen-, Licht- und TontechnikerInnen, RegisseurInnen und AusstatterInnen, RequisiteurInnen und DekorateurInnen, MaskenbildnerInnen, AnkleiderInnen, KollegInnen des Besucherservice, der Dramaturgie sowie Theaterpädagogik, der Kommunikation und des Künstlerischen Betriebsbüros, InspizientInnen u.v.m.
Hier kann auch der anerkannte Ausbildungsberuf „Veranstaltungstechnik“ erlernt werden, der alle technischen Aspekte wie z.B. Licht und Ton im Theater umfasst. SchülerInnen können bei einem Praktikum Bühnenluft schnuppern.

 

Wir wünschen dem THEATER AN DER PARKAUE, zurück an seinem angestammten Platz in unserem Stadtbezirk, eine starke Resonanz bei den BerlinerInnen und den Gästen der Hauptstadt und freuen uns auf die kommenden Veranstaltungen, Spielzeiten und Aktionen (beispielsweise zur Weihnachtszeit)

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