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Bezirk Lichtenberg
Wirtschaftsförderung

Forum deutsch-chinesische Wirtschaftsbeziehungen

Am 12. April 2005 fand auf Einladung des Regionalmanagements im Kulturhaus Berlin Karlhorst das mit großem
Interesse erwartete Forum statt. Begrüßt wurden die Teilnehmer durch den Bezirksstadtrat, Herrn Dr. Prüfer, sowie den Leiter des Regionalmanagements, Herrn Dr. Schmieder.


Forumteilnehmer in den Räumen der Ausstellung
Der für ca. 30 Personen ausgelegte Raum war mit 35 Teilnehmern und Besuchern gut ausgelastet. Die Entwicklung der Wirtschaft in China mit seinen rasanten Wachstumszahlen hatte nicht nur angemeldete Portalmitglieder angelockt, sondern auch Besucher, die erst durch die von der Leiterin des Kulturhauses, Frau Hollnack, aufgestellten Hinweistafeln darauf aufmerksam wurden. Die Ausstellung mit seinen hervorragenden Farbbildern (ansehen lohnt sich - geöffnet noch bis zum 20. April) bot einen wunderschönen Rahmen für diese informative Veranstaltung. Die geladenen Gäste konnten die in sie gesetzten Erwartungen voll erfüllen.

Herr Noth, Geschäftsführer der Asien-Pazifik-Institut für Management GmbH, ging auf aktuelle Aspekte der wirtschaftlichen Entwicklung in China ein. Dabei traten besonders die Unterschiede

zwischen den Wirtschaftsgebieten sowie zwischen den Einkommen in der IT-Branche und den übrigen Gewerben zu tage.

Sehr beeindruckt zeigten sich die Zuhörer über die Ausführungen des Botschaftsrates für Wirtschaft der Volksrepublik China, Herr Zhu Wanjin. Er verwies u. a. auf die Tatsache, dass Deutschland der größte Wirtschaftspartner für die Volksrepublik in der Europäischen Gemeinschaft ist. In exzellentem Deutsch ging er darauf ein, dass derzeit fast ausschließlich ausländisches Know-how für die Produktion von modernsten Gütern verwendet wird. Dies soll sich jedoch durch den Ausbau von Wissenschaftsstandorten und die enorme Anzahl von Studenten im Ausland ändern.

Hr. Zhu Wanjin


Hr. Dr. Weber
Herr Dr. Weber, Geschäftsführer des Lichtenberger Unternehmens DResearch (Gastgeber des nächsten UPL-Mitgliedertreffens), berichtete von seinen persönlichen Eindrücken als Mitglied einer Berliner Wirtschaftsdelegation und unternehmerischen Erfahrungen aus Handelsbeziehungen mit chinesischen Unternehmen. Er hob hervor, dass erfolgreiches Operieren auf diesem Terrain in starkem Maße von der Beachtung gewachsener kultureller Unterschiede abhängt. Auch sollten die Hierarchien in den wirtschaftlichen und politischen Einheiten sehr genau beachtet werden.

Zum Abschluss legte Herr Görger, Vorsitzender des Berlin-Brandenburger Arbeitskreises Deutsch-Chinesische Wirtschaftsförderung, Möglichkeiten der Förderung wirtschaftlicher Aktivitäten in der VR China dar. Er hob hervor, dass ein derartiges

Engagement nur Sinn macht, wenn das expandierende deutsche Unternehmen zu Hause auf solidem Fundament steht. Derzeit sind in China überwiegend Globalplayer wie VW und Siemens zu finden. Umgekehrt findet man in Deutschland gegenwärtig fast ausschließlich chinesische Handelsfirmen, was vor allem der Problematik des Produktionsstandortes Deutschland geschuldet ist.

Bei der abschließenden lockeren Diskussion zwischen den Teilnehmern und Referenten brachten alle Beteiligten zum Ausdruck, dass dies ein gelungener und informativer Abend war.

Teilnehmer im Gespräch