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Bezirk Lichtenberg
LJ Lamps - Frank Lenhart und Sascha Janowsky-Lenhart
Firmenname: LJ Lamps - Frank Lenhart und Sascha Janowsky-Lenhart
Geschäftsführer: Herr Frank Lenhart
Strasse: Plauener Straße 163-165
Haus K
Ort: 13053 Berlin
Telefon: 03097002330
Webseite: www.ljlamps.de
Mitarbeiterzahl: 3
Gründungsjahr: 2014
 
Ansprechpartner: Herr Frank Lenhart
Email: Hier klicken
 
Branchen: Elektrogeräte u. -bedarf
Handwerk
Holz u. Holzwaren
 
Beschreibung: Lichtbrecher und Goldstücke

Was sie anfassen, hat Gewicht. Frank Lenhart und Sascha Janowsky-Lenhart von LJ Lamps bauen Designer-Leuchten aus Beton, Messing und Holz. Im econopark Plauener Straße entstehen ihre Unikate mit Strahlkraft.

Frank Lenhart und Sascha Janowsky

Er kann einfach nicht anders. Irgendetwas muss er immer tüfteln. Genauso war es auch mit der Leuchte Alpha. Ihr Erstlingswerk. „Das war eigentlich wie ein Unfall. Wir brauchten eine Küchenleuchte für unser neues Zuhause“, sagt Frank Lenhart. Sascha Janowsky brachte sofort sein kreatives Potenzial auf Touren, goss Beton in einen Tetrapak-Karton, mittig eine Lampe und fertig war die erste Betonleuchte. Die Resonanz im Freundeskreis war so groß, dass die beiden Studenten eine Entscheidung treffen mussten: Entweder wir belassen es bei der Leuchte  in der Küche oder wir drehen das große Rad.

Sie wählten die 2. Variante. Im November 2014 gründeten beide ihre Firma LJ Lamps und mieteten eine Werkstatt im Funkhaus Nalepastraße. Im Oktober 2015 zogen sie in den econopark Plauener Straße in Lichtenberg. „Uns hat überzeugt, dass wir durch die großen Lastenaufzüge mit einem Hubwagen bis in unsere Werkstatt kommen“, sagt Frank Lenhart. „Wenn wir einem Händler zwei Paletten Betonleuchten liefern, wiegen die schon mal locker eine halbe Tonne.“

Alpha-Leuchte

Ein schweres Gut. Die Alpha-Leuchte gibt es mittlerweile auch vergoldet („Unser Goldstück“), versilbert oder verkupfert, in vier unterschiedlichen Farben und  als Black Edition demolished. Ein weiteres Highlight ist die Delta: eine Hängeleuchte aus Beton mit DIY-Faktor, „unser Lichtbrecher“. Der Kunde zerschlägt den Beton selber, macht dadurch den Rohling mit dem darunter liegenden Drahtgeflecht zu seinem persönlichen Unikat.

Beiden Inhaber scheinen mit ihren Ideen den Zeitgeist geweckt zu haben. „Wir werden schon kopiert, das ist doch ein gutes Zeichen“, sagt Geschäftsführer Frank Lenhart. Und ergänzt: „Aber die erste quadratische Betonleuchte haben wir entwickelt.“

Delta-Hängeleuchte

500 Meter Furnierband formen eine Leuchte
An Ideen mangelt es Sascha Janowsky, der weiterhin an der Fachhochschule Potsdam „Restaurierung und Konservierung im Bereich Holz“ studiert, nicht. „Die intensive Beschäftigung mit Materialien inspiriert mich. Nur, wer den Werkstoff und seine Möglichkeiten kennt, kann damit anständig arbeiten. Wer sich intensiv mit Kunstgeschichte und zeitgenössischer Kunst beschäftigt, hat ein Gefühl für die gute Form. Die Kombination aus Material, Zeitgeschmack und Form lässt die Ideen von allein entstehen.“

Sigma-Leuchte

Neben den Beton-Klassikern hat Sascha Janowsky noch Leuchten aus Metall und Holz geschaffen. Die Holzlampen sind seine Welt. Hier kann er sich so richtig ausleben. Bei der Sigma verarbeitet er ca. 20 Meter Furnierband aus Ahorn oder Nussbaum zu einem verwobenen Kokon. An der Decke ihrer Werkstatt hängt derzeit eine XXL-Version der Holzleuchte – ein Sonderauftrag für einen Kunden, der die Leuchte für seine Alm in Auftrag gegeben hat. Dafür hat der Holz-Profi in zweieinhalb Tagen 500 Meter Furnierband  verarbeitet. Ein wahres Prachtstück. Aber auch die Alpha gold Leuchte hat es dem angehenden Restaurator angetan. „Besonders gefällt mir der meditative Prozess des Vergoldens und die Ruhe bei der Herstellung. Es gibt wohl auch keinen schöneren Schmutz an Händen und Kleidung als Goldpartikel.“

Ihre Leuchten hängen in Dubai und Neuseeland
Das Konzept der beiden scheint aufzugehen. Mittlerweile haben sie Kunden in ganz Europa, den USA, Dubai und Neuseeland – hier war der Versand teurer als die Leuchte – auch in einer angesagten Bar in London hängt eine ihrer Lampen. „Ein Architekt hatte uns darauf aufmerksam gemacht. Wir sind sofort nach London geflogen und haben uns das angeguckt.“ Ein erhabenes Gefühl.

Die Werkstatt im econopark Plauener Straße

Architekten machen den Großteil ihrer Kundschaft aus. Lifestyle-Magazine wie Marie Claire Maison haben schon über die Berliner Beton-Leuchten geschrieben. Bei aller Bescheidenheit der beiden Inhaber, so langsam darf man doch auch stolz auf seinen Erfolg sein, oder?  Frank Lenhart bleibt bodenständig: „Unser Konzept scheint aufzugehen.“ Aber insgeheim wünschen sich beide schon, dass ihre Leuchten bald auch in Hotels Räume und Gäste zum Strahlen bringen. Gerne auch weltweit.

ORIGINALTEXT VON HEIDI MÜLLER

https://www.gsg.de/de/aktuelles/mieterportrait/lichtbrecher-und-goldstuecke/